Hier findet ihr eine Auswahl meiner Lieblings - Gedichte
Endlich Nacht, Auch wenn am Tag die Sonne scheint, für mich scheint dein Lächeln nachts, wenn all die Sterne tröstend funkeln und deine Wärme mich umhüllt. Ich fühle mich geborgen weil ich spüre du bist nah, du bist eins mit der Dunkelheit , genau wie der Schatten auf meinem Herzen. Niemand sieht wie ich leide, niemand sieht wie ich dich anlache, mit dir rede und schliesslich doch wieder weine. Für einen kurzen Moment empfinde ich, als wäre nie etwas geschehen mit dir, als würde die Sonne noch immer für uns beide scheinen. Dieses Gefühl ist es wert zu warten, die ganze Nacht hindurch, auch wenn ich nicht weiss, ob es Trauer oder Liebe ist, es ist gut. Also warte ich, Nacht für Nacht, auf dich, das Gefühl, das Wiedersehen.
Nun bist Du fort, Und nichts auf dieser Welt bringt Dich zurück. Nun bist Du fort. Hätt’ ich dich nie gekannt, wär dieser Tag ein Tag wie tausend zuvor, Doch nun wisch ich mir ganz verschämt die erste Träne vom Gesicht. Nun bist Du fort... Schon gut - doch manchmal weine ich!
Du hast geglaubt an den, der selbst die Auferstehung war. Du hast geglaubt, und Du hast oft gesagt wenn du mal gehen musst, gehst Du zu ihm. Doch sag, was bleibt mir nun von Dir, was ist davon von Gewicht? Nun bist Du fort... Schon gut - doch manchmal weine ich!
Ich weiss, Du lebst Du bist nun frei und froh wie nie zuvor. Ich weiss, Du lebst Doch schreibst Du nie mehr einen Brief rufst nie mehr an. Du lebst, als währst Du tot. Ich weiss, ich weine nur um mich. Wie ich ihn hasse, den Verzicht! Nun bist Du fort... Schon gut - doch manchmal weine ich!
Ich weiss nicht wie, doch hinter Wolken sehe ich ein schwaches Licht. Ich weiss nicht wie, doch Du, ich freu mich auf einmal ganz leis für Dich. Du weisst nun mehr als ich. Ach Du, ich tu Dir sicher leid, wie ich hier steh im Kerzenlicht. Nun bist Du fort... Schon gut - doch manchmal weine ich!
Du bist zu Haus, Du gingst mir nur ein kleines Stück voraus. Du bist zu Haus! Die Uhr an Deinem Arm steht nun für immer still, die Zeit hat ausgedient. Der Tod, die Schmerzen sind vorbei. Ich glaub, zurück willst Du wohl nicht. Nun bist Du fort... Denn Du lebst in Gottes Licht.
Martina Wilmes
Appell der verwaisten Eltern
Geht behutsam mit uns um, denn wir sind schutzlos. Die Wunde ist noch offen und weiteren Verletzungen preisgegeben. Wir haben so wenig Kraft um Widerstand zu leisten. Gestattet uns unseren Weg, der lange sein kann. Drängt uns nicht so zu sein wie früher, wir können es nicht. Denkt daran, dass wir in Wandlung begriffen sind, habt Geduld.
Wir wissen dass wir bitteres in Eure Zufriedenheit streuen. Das Euer Lachen ersterben kann, wenn Ihr unser Erschrecken seht. Das wir Euch mit Leid konfrontieren, dass ihr vermeiden Wenn wir Eure Kinder sehen, leiden wir. Wir müssen die Frage nach dem Sinn unseres Lebens stellen. Wir haben die Sicherheit verloren die ihr noch lebt. Ihr haltet uns entgegen auch wir haben Kummer.
Doch wenn wir Euch fragen, ob Ihr unser Schicksal tragen möchtet, erschreckt Ihr. Aber verzeiht: Unser Leid ist so übermächtig, dass wir oft vergessen, dass es viele Arten von Schmerz gibt. möchtet.
Ihr wisst vielleicht nicht, wie schwer wir unsere Gedanken sammeln können. Unsere Kinder begleiten uns. Vieles was wir hören müssen wir auf sie beziehen. Wir hören euch zu, aber unsere Gedanken schweifen ab. Nehmt es an, wenn wir von unseren Kindern und unserer Trauer zu sprechen beginnen. Wir tun nur das was in uns drängt.
Wenn wir eure Abwehr sehen fühlen wir uns unverstanden und einsam.Lasst unsere Kinder bedeutend werden vor Euch. Teilt mit uns den Glauben an sie. Noch mehr wie früher sind sie ein Teil von uns. Mag sein das wir sie vollendeter machen als sie waren. Zerstört nicht unser Bild.
Glaubt uns: Wir brauchen es so. Versucht Euch in uns einzufühlen. Glaubt dran, dass unsere Belastbarkeit wächst. Glaubt daran, dass wir eines Tages mit neuer Selbstverständnis leben werden.
Euer Zutrauen stärkt uns auf diesen Weg.
Wenn wir es geschafft haben unser Schicksal anzunehmen, werden wir Euch freier begegnen. Jetzt aber zwingt uns nicht mit Wort und Blick, unser Unglück zu leugnen. Wir brauchen Eure Annahme. Vergesst nicht wir müssen so vieles von neuem lernen. Unsere Trauer hat unser Sehen und Fühlen verändert. Bleibt an unserer Seite. Lernt von uns.
Für Euer eigenes Leben.
Aus einem Brief aus dem Gefängnis von Dietrich Bonhoeffer an seinen Freund Eberhard Bethge:
Zunächst: es gibt nichts, was uns die Abwesenheit eines lieben Menschen ersetzen kann; Und man soll das auch gar nicht versuchen; Man muss es einfach aushalten und durchhalten; Das klingt zunächst sehr hart, aber es ist doch zugleich ein grosser Trost; Denn indem die Lücke wirklich unausgefüllt bleibt, bleibt man durch sie miteinander verbunden.
Es ist verkehrt, wenn man sagt, Gott füllt die Lücke aus; Er füllt sie gar nicht aus, sondern er hält sie vielmehr gerade unausgefüllt und hilft uns dadurch, unsere alte Gemeinschaft miteinander – wenn auch unter Schmerzen – zu bewahren.
Ferner: je schöner und voller die Erinnerungen, desto schwerer ist die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerungen in eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich. Man muss sich hüten, in den Erinnerungen zu wühlen, sich ihnen auszuliefern, wie man auch ein kostbares Geschenk nicht immerfort betrachtet, sondern nur zu besonderen Stunden und es sonst nur wie einen verborgenen Schatz, dessen man sich gewiss ist, besitzt; dann geht eine dauernde Freude und Kraft von dem Vergangenen aus.
Unserer Jenni zum 2. Jahrgedächtnis
Du bist nicht fort, langsam, ganz langsam begreife ich, was geschehen ist, langsam, ganz langsam begreife ich, das nur deine äussere Hülle nicht mehr bei mir ist. Langsam, ganz langsam begreife ich, das ich dich so wie du auf Erden warst nicht mehr berühren darf, langsam, ganz langsam begreife ich, das du doch noch bei mir bist, manchmal ganz nah, langsam, ganz langsam begreife ich, das du es bist der mich hält das ich nicht falle, langsam, ganz langsam spüre, das du mich an die Hand nimmst und mich zum laufen bringst, langsam, ganz langsam, spüre ich, das du Tag und Nacht bei mir bist, du bist nicht fort, du bist bei mir und dafür danke ich dir.
In Liebe Mom
Wenn Du einst an mich denkst,
dann soll keine Träne Dein Antlitz trüben.
Wenn Du einst an mich denkst, sollst in hellstem Glanz erstrahlen,
dich im Licht unserer schönsten Zeit nur ahlen. Oder willst Du etwa, dass sich meine Seele plagt, weil ich schon vorzugehen hab gewagt? G.Putschögt
Du kannst weinen weil sie gegangen ist
oder du kannst lächeln weil sie gelebt hat. Du kannst die Augen schliessen und dafür beten dass sie zurückkommt, oder du kannst sie öffnen und all das ansehen, was sie zurückgelassen hat.
Dein Herz kann leer sein weil du sie nicht mehr siehst, oder es kann voll von Liebe sein die du mit ihr geteilt hast. Du kannst weinen, Deine Seele verschliessen, die Leere spüren und allem dem Rücken zuwenden, oder du kannst das machen, was sie gewollt hätte: lächeln, die Augen öffnen, lieben und weiterleben.
Manchmal spüre ich dich so nah bei mir,
wie die warmen Sonnenstrahlen auf meiner Haut und gleichzeitig bist du soweit weg, dass ich vergeblich nach dir greife.
Manchmal sehe ich dein Lachen ganz genau und gleichzeitig verschwindet dein Gesicht, aus meiner Erinnerung, als hätte ich es nie gesehen.
Manchmal glaube ich ohne eine Umarmung von dir zu schwach zum weiterleben zu sein und gleichzeitig stehe ich doch jeden Morgen wieder auf und beginne einen neuen Tag, ohne dich.
Manchmal bin ich einfach nur dankbar für alles, was wir zusammen erlebt haben und gleichzeitig bin ich wütend, dass unsere gemeinsame Zeit für immer vorbei ist.
Manchmal bin ich mir so sicher, dass du gleich vor der Tür stehst, und mich anlächelst und gleichzeitig weiss ich genau, dass du tot und begraben und für immer weg bist.
Manchmal stürzt alles über mir ein und ich weiss nicht mehr weiter vor Traurigkeit und gleichzeitig weiss ich, dass du immer nur wolltest dass ich glücklich bin.
Manchmal mache ich mir solche Vorwürfe für jeden Tag, den ich nicht bei dir war und gleichzeitig weiss ich, dass du nie wolltest, dass deine Krankheit meinen Alltag beeinträchtigt.
Manchmal bin ich so stolz auf dich, wie du dich durch all die Qualen gekämpft hast und gleichzeitig befürchte ich, du hast vieles nur für uns erduldet.
Manchmal versuche ich dich in einer anderen Form als Existenz zu akzeptieren. Und gleichzeitig finde ich keinen Weg, wie ich dich jemals loslassen könnte.
Manchmal bin ich froh über alle Menschen, die mir wertvoll sind und die ich liebe.
Und gleichzeitig empfinde ich die Gewissheit, dass niemals ein anderer das für mich sein kann, was du für mich warst.
Abgesehen davon was manchmal und gleichzeitig vor sich geht, weiß ich, das ich dich für immer lieben und vermissen werde und das in jedem Moment meines Lebens!!!!
Kinderkrebsstation
Nirgends sonst habe ich soviel Kummer, Schmerz und Ohnmacht mitgetragen und durchlebt wie auf der Kinderkrebsstation.
Nirgends sonst verspürte ich Hass - und Ungerechtigkeitsgefühle intensiver in mir als auf der Kinderkrebsstation.
Nirgends sonst haben Kinderaugen eine deutlichere Sprache gesprochen als auf der Kinderkrebsstation.
Nirgends sonst war mir ein vollkommen reglos im Bett liegendes Kind unheimlicher als auf der Kinderkrebsstation.
Nirgends sonst gingen mir die Schreie von Kindern so sehr durch Mark und Bein wie auf der Kinderkrebsstation.
Nirgends sonst sah ich mehr spuckende Kinder, mehr kahle Köpfe und blaue Flecken, mehr piepende IVAC's und bandagierte Hände als auf der Kinderkrebsstation.
DOCH nirgends sonst habe ich großartigere Menschen kennen gelernt als auf der Kinderkrebsstation.
Nirgends sonst war der Umgang zwischen Personal und Betroffenen so offen wie auf der Kinderkrebsstation.
Nirgends sonst herrschte eine größere Lebenslust und Zuversicht als auf der Kinderkrebsstation.
Nirgends sonst kam das Lachen so tief aus der Seele wie auf der Kinderkrebsstation.
Nirgends sonst war die Hoffnung so greifbar wie auf der Kinderkrebsstation.
Nirgends sonst gab es so einen starken Zusammenhalt zwischen Menschen unterschiedlichster Herkunft wie auf der Kinderkrebsstation.
Nirgends sonst wurden so viele Regenbögen gemalt wie auf der Kinderkrebsstation.
Nirgends sonst habe ich das "TROTZDEM" so intensiv erlebt wie auf der Kinderkrebsstation.
Nirgends sonst konnte ich schlaflose Nächte besser nutzen als auf der Kinderkrebsstation.
Nirgends sonst gingen Kinder behutsamer und toleranter miteinander um als auf der Kinderkrebsstation.
Nirgends sonst habe ich weisere Kinder getroffen und das Ausmaß wahrer Tapferkeit besser verstanden als auf der Kinderkrebsstation.
Nirgends sonst urden so tiefe Freundschaften geschlossen wie auf der Kinderkrebsstation.
Nirgends sonst habe ich mich auch "fremden" Kindern und Eltern so verbunden gefühlt wie auf der Kinderkrebsstation.
Nirgends sonst als auf der Kinderkrebsstation habe ich mein Leben wieder lieben gelernt.
Beatrice Pfister (1994)
(gewidmet an alle krebskranken Kinder, deren Angehörigen und Pflegerinnen auf der ganzen Welt, insbesondere geschrieben im Andenken an: Lukas Hürlimann, Gülsen Aygül, Fouzi Hadboun, Manja Gajic, Daniela Rieger, Fabio Schai, Philipp Egger, Michel Antonio Nobile, Micky Stielicke, Martina Rother, Michi Hahn, Nick Zalaman, Michel Thoma, Thomas Ammann, Marianne Stehle, Michael Weik, Bea Zuppiger, Christina Merkel, Sonja Ochsner, Patrick Lutziger, Gabriel Lüber, Stefanie Wietlisbach, Pascal Brägger, Jenni Cranen)
Wenn die Zeit vergeht werden die Blumen wieder wachsen die Menschen wieder lachen. Leben werden gelebt auf Sonnenschein folgt Regen.
Leute kommen und gehen und hinterlassen einander Spuren im Leben genau wie Du es getan hast.
Die Welt hat sich verändert, als Du geboren wurdest und obwohl sie sich wieder verändert hat, als Du gingst, kann Nichts jemals Deine Spuren verwischen und der Eindruck, den Du in den Leben anderer hinterlassen hast wird niemals vergessen werden
Wenn die Zeit vergeht wird Dein Licht so wie immer scheinen und Deiner wird sich immerfort erinnert werden
(Verfasser unbekannt)
Ich wünsche dir
daß dich das Licht eines neuen Morgens hell umfängt, und daß die ersten Sonnenstrahlen deinen Müdigkeit berühren und deine Traurigkeiten erwärmen.
Ich wünsche dir, dass die weissen Wolken am Himmel deine versunkenen Träume wieder neu aufsteigen lassen in dir und deine wiedererweckten Sehnsüchte dich in den Tag hinein bewegen.
Ich wünsche dir, dass der Wind deinem Atem belebt und dich erfrischt zu neuen Schritten durch die Veränderung geschieht.
Ich wünsche dir, dass dich die Dunkelheit der Nacht nicht ängstigt und bedroht, sondern dass dir ein Stern aufleuchtet, der dir Hoffnung verheisst, für den beginnenden Tag.
Einen Menschen,
in dem dir die Liebe begegnet ist, kannst du nicht wirklich verlieren, auch wenn er sich wieder von dir trennen muss.
Denn er wird nicht gehen, ohne etwas von dir mitzunehmen und etwas unsagbar Schönes in dir zurückzulassen: das stille Wissen, dass eure Seelen sich nun so nah sind wie nie zuvor.
Unsere Liebe wird all das bewahren, was wir für einander gewesen sind.
Einzigartig
"Einzigartig" ist ein Wort mit dem man etwas besonderes beschreibt:
eine Umarmung, einen Sonnenuntergang, eine Person die mit einem Lächeln
oder einer freundlichen Geste Liebe verbreitet.
“Einzigartig” beschreibt Menschen, die Herzensgüte besitzen und die Gefühle anderer nie vergessen.
"Einzigartig" beschreibt etwas, das geliebt wird und wertvoll ist,
und das nie ersetzt werden kann.
"Einzigartig" ist das Wort, das Dich am besten beschreibt
Ich wünsche dir einen Engel, der dich tröstet, wenn du traurig bist. Der um deine Einsamkeit weiss, zu dir kommt und dich aushält.
Der dich versteht und dir zuhört. Der mit dir redet, wenn es nötig ist, aber auch im richtigen Moment schweigen kann.
Der dich in seine Arme nimmt, dessen Wärme dir einfach gut tut. Der dir die Gewissheit gibt, geliebt zu seine.
Der dich fühlen lässt, von Engelsflügeln umgeben zu sein - Hoffnung wächst ganz zaghaft.